
runenzauber
das leben ist spannend und voller magie
erlebe den zauber und empfang' energie
~ die runen sind helfer zu jeder zeit ~
nimm sie auf denn sie tragen dich weit
spüre sie auch in anderen sphären
sie bringen uns hin
wo wir gerne wären
sie sind voller kraft
wie gungnir mit edlem schaft
auch mit mjölnir erreichst du viel
du verfehlst auch damit kein ziel
das geheimnis der wurzel ist noch immer da
nimm sie auf ~ lausche ~ und sieh wie es geschah
 (Freyrs Aett)
tautropfen
ich hänge wie ein tropfen in deinem netz
du bereits dir die hände nach mir wetzt
siehst wie ich zappel und hänge
bin jetzt bei dir in
deinen fängen
kommst
langsam näher zu mir
gleich bin ich erlöst und in dir
schaust mir tief in meine augen
willst mir meine gedanken rauben
so sauge mich auf in deinen schoss
ich stehe vor dir nackt und blos

seelenweite
in der
weite der welt
findest du eine
antwort
deine und meine
vom meer angespült
in die wolken gepustet
in den bergen versteckt
wo sich die lichter brechen
wirst du antworten erhalten
und deine gedanken anhalten
mach dich auf zu fernem ufer
höre die frühen sonnenanrufer
spüre das salz auf deiner haut
hast du dir heute bereits vertraut
setz dich hin und lausche in dich hinein
so wird deine seele wieder klar und rein
Rune Wotans
die
rune des
sturmgottes
odin ist mächtig
die frische luft fördert das
geistige denken ganz prächtig
sie ist die rune des ostens ganz klar
für den grauen wanderer war sie immer da
bist hüter der weisheit und gibst trost den weisen
ein jeder kann von diesem glück und der hoffnung speisen
verteilst gerecht dein neues wissen ~ wir können mit dir die fahnen hissen
lebendige energien ~ entfesselte ekstase, den frischen wind riechen wir in unserer nase
der neue lavendel, er blüht in der vase, mein mund geformt zu einer sprechblase
durch dich lernen wir sehen und auch manch neuen weg zu gehen
du stehst für dichtung, sprache und gesang, der mund
fühlt den neuen klang
du maskuline kraft
bist kräftiger saft
führst uns zu einer
ordnung nach innen
eine lebendige sprache
sehe ich durch meine adern rinnen
ihr werdet gesund mit diesem Symbol
dies alles dient eurem besonderen wohl
so atmet die rune in euch mitten hinein
ihr erhaltet als lohn den allerbesten wein


tanz des lebens
meine bewegung fliesst über
in deine bewegung
klang der herzen
betörender
duft
lass
uns riechen
die lustwiesen
und spüren der
herzen gleichklang
verschlungene bewegung
fliessendes erleben beim aufgeben

Gebo
das
dach hat
unten drunter
ein haus
mit
einer tür und fenstern
einem fundament, es ist segment
des ganzen
es zeigt
zwei lanzen
die man aufmacht
wenn man viel lacht
wer hätte das gedacht
erlebt man all die pracht
frei kann man einladen
krächzend sitzen
nebenan
im
baum die raben
öffne dich um in freude zu leben
dabei in den ecken bereits die
spinnen ihr netz schon weben
 (Hagalaz Aett)

Isa ~ Isaz ~ Isan
du erdenrune des nordens
bist tot und schwarz nicht blut und rot
ein gegenpol zur kraft von fehu sei mein
so wirst du ein eisiger stein
die herausforderung der stille
wo sie genutzt wird, entsteht ein wille
gefrorenes wasser ~ die erstarrung
du sitzt still ~ abwartend ~ verharrung
sechs wassermoleküle werden geschlossen
das eis wächst und formt sich zu kolossen
zusammen sind sie ring über wasserstoffbrücken
die komplexe form des eises nutze zum rücken
die stille ist dein heiliger weg
das eis ist bewegung und dennoch steg
sie ist direkte verbindung und befruchtung
durch sie entsteht das neue ~ ungeheure
nehmet abstand vom schwarzen bilsenkraut
zu verheerend die wirkung, niemand ihr traut
unheil kommt, erst rausch ~ dann tod
verbotenes narcotica nahm man zur not
ruht in diesem stillstand denn das gibt kraft
der eremit danach weit bessres schafft
wisst die rune zu nutzen bei angriff
sie versetzt dem gegner einen schliff
große berge sitzen in der tiefe
doch der gegner tut, als ob er schliefe
das eis ist gewitzt und voller tücke
springe schnell über die bewegte brücke
das eis ist brüchig und voller schönheit
doch du wirst damit dem tode geweiht
nutze deine konzentration
bewegung ist von nöten
ansonsten einschluß und du wirst getötet
nimm dir uruz-thurisaz mit auf deine reise
dieser rat ist hier besonders weise
nutze isa um dich abzukühlen
beruhigter wirst du dich danach fühlen
sei mit dieser rune im gewicht
so hast du eine zentrale sicht
der keim sitzt tief in deinem innern
lass ihn wachsen du brauchst dich nur erinnern
dieses zeichen steht seit anbeginn der zeit
nimm es in dir auf und sei bereit


lebendig
so wie das tosen am meer
so wie das rascheln der blätter
so wie die berührung des windes
so wie der duft der blume
besondere momente
~ einzigartig ~
voller liebe
und freude
augenblicke
voller magie
niemals endend
immer wieder neu


lebensbaum
dein stamm ist stark
und kräftig dein rückenrindenmark
streckst in den himmel deine feinen äste
die blätter fallen zu boden als rauschende reste
du hast die lebenszeit in deinen baumritzen aufbewahrt
wenn du nicht mehr stehst ist es die letzte lebensfahrt
bist das stärkste ursymbol für unendliches leben
in den zweigen die spinnen ihr netz noch weben
bist verbündeter zwischen himmel und erde
ein weggefährte für mich nun werde
deine schönheit und kraft
man sieht von weit
du hast es geschafft
der lebensfülle weiten
im kleiderwandel der jahreszeiten

baldur's sonnenrad
du
rune der sonne,
des sommers und der blitze
stehst für gutes wetter, wärme und hitze
durch dich erfahren wir heilung
durch magische pfade
bist du peilung
wir spüren
den hauch und den atem
auf spirituelle führerschaft
kann manch einer warten
es tritt ein der tod zur sommersonnenwende
ein glücklicher sieg durch geschickte hände
bald wird das schicksalsrad aufs neue gedreht
der wille und die lebenskraft dabei neu geprägt
es weht der laue wind fortwährend wie ein reiter
verbindet asgard und midgard zusammen weiter
das sonnenlied
ich spüre
einen feuerschweif
und sehe einen schmalen reif
wilder blick einer krähe
du befindest dich
in ihrer nähe
die
krieger jetzt
nach höherem streben ~ sie geben dafür ihr eignes leben
in sinnlosen kriegen ihre seelen wiegen
strammer schritt in ihren tod
es fliesst das blut
der lebensteppich
saugt sich voll in rot
die leere einer welt
ein krieger der hier fällt
glocken läuten ein die zeit
spüre sie und halte dich bereit
es sind die runen die sich ritzen
um sie herum die neuen raben sitzen
es ist das rad dass sich immerwährend dreht
ein lebenszyklus ~ ein beginn ~ der von vorne weht
 (Tyr Aett)
"slat chaoil" (gälisch: Birke)
es fliegt ein birkenkätzchen um meine nase
es hoppelt vorbei ein grosser hase
erblicke ein licht in deinen ästen
~ noch sitze ich hier ~
ich bin eine der letzten
die lebensenergie fliesst nach oben
mein rückrat ist mit der welt verwoben
fühle die schwingen der schlange am ohr
es öffnet sich des grossen weltenbaumes tor
ich halte einen stab aus zweigen in meiner hand
höre trommeln auf fell ~ wohin wurde ich gesandt
die birke singt leise ein lied dass alles wird neu
sie setzt dich in bewegung ~ noch ganz scheu
ich halte meine kleine frucht für dich bereit
du bemerkst es wenn es ist soweit
schmeckst der zweigensaft süsse
beginne die lebensreise
halte fest die füsse
dann nimm die kraft der birke an
der zyklus von vorne beginnen kann
es beginnt die hochzeit von himmel und erde
wie fruchtbares land so werde
Rune der Frigg
die rune für das unendliche band
besitzerin frigg es als schmuck empfand
neues leben durch geburt ~ heirat ~ tod
berkana ~ biarkan wie die liebe in rot
bist schutzherrin der zweisamkeit
für die mutterschaften bereit
du birkengöttin der erde
wie frieden so werde
eine rune im norden
frühling ist geworden
fruchtbar deine saat
erneuerung die tat
deine mitte finde
umhüllt dich
wie rinde
leben durch
wiedergeburt
zeigt die mitte in dir
werde frei und strahle zu mir

lebenstropfen
wie wellen
sich an der klippe brechen
so zerschellt auch meine lebenswelle
und übrig bleiben zauberhafte kleine perlen
verstreut in alle richtungen ergeben sie
eine neue fülle der möglichkeit
eine zusammensetzung
um sich zu erheben
und sich genau so
auf den weg zu
machen zu
schweben
und im
neuen
sein
zu
leben


pflanze
suche schutz in deiner nähe
so behüte mich wohin ich gehe
bin so scheu wie manche rehe
bei nacht verschliesse ich mich
und doch öffne ich für dich
meine blütenblätter
immer wieder
gerne
doch
nur
bei
wärme
so warte
ich bis die
sonne wieder scheint
und der himmel nicht mehr weint


dunkelmond
in den dunkelsten nächten
in denen mir der mond so nah scheint
und er verdeckt schimmernd die erde beweint
erhebt er sich doch wieder kraftvoll empor
~ die wolken er dabei beschwor ~
er stützt sich ab auf wolkenfetzen
es sieht so aus als müsse
er sich setzen
um sich kurz auszuruhen und
dann zu strahlen im neuen wolkenkleid
erhellt dann wieder durch alles hindurch weltweit



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