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Liebe,Lust und Leidenschaft

Gedichte über Gefühle der Verzweiflung und des Herzschmerzes, aber auch meine Gedanken über den Tod und die Trauer.


© Horst C.G.Lux


schwarze feder

wo ich gehe ~ wo ich stehe
schwarze federn begleiten meinen weg
der himmel schickt mir einen gruss
sie fliegen abwärts zu meinem fuss

leise begleitet mich die zeit
schlägt stumm im takt zur stunde
vertraute hand auf mir
trauer liegt auf dieser wunde

stiller blick zurück
momente voller zorn
die türe schliesst sich langsam
ich werde neu geborn



sternengruß
(für Ian)

du kleiner stern der sonne
wachst immer an meiner seite
bist für mich die größte wonne
wenn ich in die anderswelt reite

du kleiner stern des mondes
gibst mir im alltag viele zeichen
denn dort wo du wohntest
muss anderes nun weichen

du kleiner stern am morgen
begrüßt mich als erster an dem tag
nimmst ein großteil meiner sorgen
was angsterfüllt noch vor mir lag

du kleiner stern am abend
bedeckst mich mit deinem lachen
hörst andere wohl klagend
und voll sorgen wachen

du kleiner stern der nacht
was wäre ich nur ohne dich
hab dich mit liebe wohl bedacht
vergessen deiner werd ich nicht



geburt und tod

w
e
n
n
sich
der schleier hebt
und es dich dabei bewegt
wenn ein licht in deine seele scheint
und der ein oder andere dabei weint
dann ist es wieder mal vollbracht
du hast dich aufgemacht
in eine andere
welt
in
einem
unendlichen
z
e
l
t
gleitest
du
in raum
und zeit
bist bereit
hast dich
dabei von uns getrennt
keine zeit die für dich mehr rennt
ich stelle eine kerze auf die leise knistert und
wenn du leise bist, dann hörst du kleine engel dabei wispern
~ die glöckchen klingen sanft und fein ~ du bist daheim und mit allem eins ~



freiflug

sie breitet ihre arme aus und gleitet
in die ewigkeit in's weite
so oft hat sie davon
geträumt
das
meer es
wippt und schäumt
da zieht ihr leben an ihr vorbei
ihre beine fühlen sich an wie blei
nur ein kleines stück trennt
sie von ewigkeit
und glück
sie
geht nun
bis an den rand
es ist ihr wieder so bekannt
sie springt in ein unbekanntes leben
es ist als würde sie bereits schon schweben
es weht der wind ihr um die nase
sie strudelt wie ein sprung
in einer vase
kein netz
am
boden
das sie mehr hält
die mär ist aus und sie dabei
nach unten
f
ä
l
l
t
in's bodenlose heim
ihr herz und ihre seele
waren zu diesem zeitpunkt rein



Gegensätze

Du bist wie
ein Kühlschrank
aussen warm
und innen kalt
besser wäre es
ein Backofen
zu sein und dabei
aussen kalt
und innen warm
zu sein



finé

Der Abend
hatte vielversprechend
begonnen
ein nicht eingehaltener
satz brachte
den Raum
in Schwingung
das einzige
was vom
Abend noch
übrig blieb
war der Teesatz
in der
Tasse



muster

im moment
stricke ich gerade
ein paar neue strümpfe
damit meine füsse
nicht mehr frieren
wieviel maschen
brauche ich wohl
für dein herz ...



Großvaters Maske

Mein lieber Großvater
hast Du mit Deiner
rauhen Stimme
schöne Geschichten erzählt
so lebendig, so schön,
ich fühlte mich
als wäre ich mitten dabei
Reisen in ferne Länder
Abenteuer ohne Ende
wie lieb, daß Du mir
Naschwerk versprachst
obwohl das nicht nötig war
wenn ich mit Dir ging
war ich geblendet und
gar nicht scheu
hing ich an Deinen Lippen
um noch mehr zu hören
aus Deinem
spannenden Leben
aber das
wollte er mir
nicht wirklich geben
Noch nie
habe ich
eine Hand
so verkannt
wie Deine
dachte
Du liebst mich
doch Deine Hand
machte nur Angst
Ich war zu klein
um zu begreifen
wie krank
Du warst
Immer dann
wenn wir alleine waren
zitterte ich und mir
war bang
und hoffte
daß die Zeit verrann
wußte nicht
was geschah
Du warst so verändert
Dein Gesicht verzerrt
Deine Nase so nah
was glaubtest Du
wer ich war

Doch heute
bist Du
nicht mehr
da
Bist schon
lange gegangen
wanderst in
anderen Sphären
und nur noch
in Gedanken
kann ich Dich fragen
was hat Dich
zu dem gemacht
daß Du es nötig hast
was hat es Dir gebracht
eine Kinderseele
zu zerstören

Eine Antwort
wird es
niemals geben
ich werde versuchen
Dir irgendwann
für das
was Du getan hast

... zu vergeben



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